Wiescheider Treff

 Een Hollands Meisje 

im Wiescheider Treff


In waschechter Meisje Tracht, die sie selbst genäht hatte, entführte Fieneke Achterwinter 49 Gäste im Wiescheider Treff in eine andere Welt: als Wiescheid vor gut 60 Jahren nur 300 Einwohner hatte und nur 2 Straßen geteert und alle anderen Schotterwege waren - da kam sie, die sich blutjung in den  3 Jahre älteren Wiescheider Jung Hans Achterwinter ( sie 14, er 17) verliebte, die weder Deutsch noch Solinger Platt sprach, nach Wiescheid. Er sprach kein Holländisch; das junge Paar korrespondierte schriftlich nur in Englisch. Sie erzählte, wie die ersten Sprachversuche mit der Verwandtschaft für leichte Irritationen sorgten. Das Thema „Sprache“ nahm einen großen Raum ein und erheiterte das Publikum sehr. Es gibt Begriffe, die standen in keinem Wörterbuch, wie z.B.  „Teilchen“, „Frauenzimmer“. Oder dass man zu einem Verwandten, der korpulent war, nicht sagen sollte, „So dick habe ich mir Dich nicht vorgestellt“. Ihre Versuche, sich für etwas zu entschuldigen beschrieb sie mit „Verunschuldigung“; beim Arzt, weil sie das Wort „beschwerdefrei“ nicht kannte und daher “ lastenfrei“ als Antwort gab. 

Ein weiterer Schlenker in ihrem kurzweiligen Vortrag galt den vormals legendären Festen in Wiescheid, insbesondere dem Schulfest und dem Pöttfest, weil sie bis in den anderen Morgen gingen, Kind und Kegel mobilisiert und enorm zum „Wir-Gefühl“ im Dorfe beigetragen haben. Viele der Anwesenden konnten das bestätigen.

Es wurde viel gelacht beim Vortrag von Fieneke Achterwinter, die als gelungenes „Integrationsbeispiel einer Holländerin in Wiescheid“ bezeichnet werden kann und sicher Kandidatin für  die Aufnahme in die Liste der „Wiescheider Originale“ ist.

„Wiescheid ist meine Heimat geworden“ betonte sie und mit einem herzlichen Applaus dankte ihr das zahlreich erschienene Publikum für diesen amüsanten Nachmittag.

 

Demokratie braucht Religion!? 


Das Thema hörte sich vielleicht sperrig an, lockte aber 18 Interessierte in den Wiescheider Treff. Religion ist Teil der demokratischen Gesellschaft. Aber wie können die Kirchen oder andere Religionen angesichts eigener Krisen und wachsendem Bedeutungsverlust religiöse Ideen glaubhaft aktivieren und für die Menschen und die Gesellschaft fruchtbar machen? 

„Das Bodenpersonal muss zu den Menschen gehen und ihre Sprache sprechen, ohne sich anzubiedern“, „Die Kirche muss den Menschen mit seinen alltäglichen Erfahrungen in den Mittelpunkt rücken“. Diese Aussagen des Publikums teilte Pfarrer Dominik Pioch, der am 25.1. zu Gast im Wiescheider Treff war, leidenschaftlich und frei referierte und mit einigen Bildern das Amtsverständnis, das Menschenbild und die Verbindung und Geschichte der Kirche zur Gesellschaft und gegenwärtige Situation unterstrich. 

Dominik Pioch ging es darum, den „Schatz“ religiöser Ideen auch in Zeiten der “ Not“ zu verdeutlichen. „Not“ deshalb, weil immer weniger Mitglieder mit einer Kirche, die sich offenbar mehr für eigene Strukturfragen als für das, was Menschen umtreibt, ihre Sorgen, Nöte, Hoffnungen und Ängste interessiert, etwas anfangen kann. Das Bedürfnis nach Spiritualität, das Bedürfnis, ethische Fragestellungen zu behandeln, sich zweifelnd und ringend mit Fragen zu Krieg und Frieden, Waffenlieferung, Sterbehilfe, Schwangerschaftsabbruch auseinanderzusetzen ist da. Aber wo sind die „Fachkräfte“, die dieses Bedürfnis aufnehmen, wie können sie die Menschen wieder begeistern? Welche Rolle spielt Sprache, braucht es Charisma, wie viel Ökumene ist nötig? 

Es ging über 2 Stunden hoch her im Wiescheider Treff, es war eine intensive, dichte, jede Minute spannende Diskussion mit Zuhören und Argumentieren, ehrlichem Austausch an Meinungen und Erfahrungen. Mit dankbarem Applaus wurde Dominik Pioch verabschiedet -  nicht ohne zuvor die Einladung auszusprechen, dass das „theologische Bodenpersonal“  gerne im Wiescheider Treff tagen und sich mit Interessierten austauschen könne. 

Historisches mit Witz und Musikinstrumenten 

-Till Eulenspiegel und Musik aus dem 16.Jahrhundert begeistern Publikum im Wiescheider Treff- 

„Grandios“, „Hätte ich nicht gedacht“ , „Habe Tränen gelacht“– so die ersten Stimmen nach der Vorstellung am Sonntag im Wiescheider Treff. Viele der über 50 Besucher konnten es sich vorher nicht vorstellen, welch herrliche Kombination historische Musikinstrumente wie Renaissance Posaunen, Gemshörner, Krummhörner, diverse Flöten, Trommeln, Leier, Waschbrett mit den Geschichten Till Eulenspiegels bilden können. 

Die 9 Mitglieder des Renaissance Ensembles Les Bouffons der Musikschule Langenfeld erfüllten sofort den Raum mit den wundersamen Klängen und die Kölner Schauspielerin Tanja Haller zeigte mit Rezitation und Gesang den unschlagbaren Witz und die Intelligenz des Till Eulenspiegels in 6 Kapiteln. Das Publikum spendete nach jedem abgeschlossenen Kapitel begeisterten Applaus und folgte amüsiert und gespannt den Geschichten, die von der Respektlosigkeit und dem Selbstbewusstsein des Till Eulenspiegels nur so trieften. Wie er der Obrigkeit, dem Klerus und dem König quer durch Europa seine Streiche spielte, zeugte von hohem kabarettistischem Niveau. 

„Ich hätte noch mal 6 Kapitel aus seinem närrischen Leben hören können“ – diese Aussage teilten viele aus dem Publikum und noch lange blieb man zusammen. Das Ensemble präsentierte im Anschluss an die Aufführung seine Instrumente, die man z.T. ausprobieren konnte und beantwortete geduldig Fragen. „Wir kommen gerne noch mal wieder- hier war ein großartiges Publikum, das sofort mitging und uns einfach nur Spaß gemacht hat“, so die Äußerungen des Musikensembles. 

Mit großem Dank und Einladung zu Kaffee und Kuchen ging dieser kurzweilige Nachmittag zu Ende.  

Für alle die den Auftritt verpasst haben, hier geht es zum Video

Langenfelds Kultur bei Kaffee und Kuchen im 1. Erzählcafé des Jahres 


40 Gäste, 38 Kulturstätten, 30 Baudenkmäler, - das war ein toller Auftakt für den Start nach der Weihnachtspause des Wiescheider Treffs.

Der Filmemacher Siegwald Koletzki und der durch die Studiobühne bekannte Klaus Bembeneck präsentierten den 2-teiligen Film Kulturpfad Langenfeld.

"Ich wusste gar nicht, dass wir so tolle Kunstwerke berühmter Künstler in Langenfeld haben", 
"Nicht nur Monheim hat in der Hinsicht was zu bieten - auch unser Langenfeld", 
"Die Kunstwerke vor den Firmen kannte ich noch gar nicht", 
"Toll, diese Übersicht" 
- das waren einige der begeisterten Aussagen der vielen Gäste im Wiescheider Treff. Auch Siegwald Koletzki und Klaus Bembeneck waren sehr angetan von dem großen Interesse der Wiescheider Nachbarschaft  und versprachen, noch mehr Material zu zeigen.

"Das war ein guter Einstieg für die 75 Jahr Feierlichkeiten der Stadt Langenfeld - so weiß man viel mehr über die Stadt als Ganze und nicht nur von seinem Ortsteil und den üblichen Routen, die man so durch die Stadt macht". Das war ein Schlusswort, dem alle Anwesenden mit Applaus zustimmten.

So voll war es beim Wiescheider Treff noch nie

(Weihnachts-) Rock vom Feinsten

Die Rock-Coverband "Fry and Friends"  war am 4. Adventssamstag zu Gast im Wiescheider Treff und rockte im Querschnitt Musik  von den  Rolling Stones, Beatles, Supertramp, Dire Straits und  Pink Floyd.Angesichts der Temperaturen draußen hatte das Team der Ehrenamtlichen alles für einen Auftritt drinnen vorbereitet, was eindeutig  die bessere Alternative zu einem Open-Air Konzert war.  Das altersgemischte Publikum ( von 2-96 Jahre)  erfreute sich an der  unglaublichen Professionalität der Musiker Roger Schüller, Bastian Kopp, Peter Krebs und Friedel Martiny und "die Post ging ab"- stehend, sitzend oder in Tanzhaltung. Der Funke der Begeisterung sprang sofort über und die 2 Stunden vergingen im Nu- nur unterbrochen durch eine Pause mit Erbsensuppe, die bis zum letzten Tropfen geleert wurde. Die Wiescheider bedankten sich mit tosendem Applaus  bei der Band und bei dem Feldhausener Lokalpatrioten  Friedel Martiny für seine Initiative und dem Team der Ehrenamtlichen für die tolle Organisation.

Es war ein kurzweiliger Samstag, der lange im Gedächtnis bleiben wird als wunderschönes Gemeinschaftserlebnis, was gut tat  in all diesen schwierigen Zeiten.

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Wunderschöner Weihnachtsschmuck-  Sterne aus Holzperlen 

Bei dem Kreativangebot von Bianca Haritz stand das Basteln von Sternen aus Holzkugeln im Vordergrund. Geduldig und voll konzentriert zogen 13 Mädchen die Perlen auf Draht und bastelten Sterne unterschiedlicher Größe und Form.

Es hat allen Spaß gemacht, einen kostengünstigen und relativ einfach herzustellenden Weihnachtsschmuck selbst basteln und mit nach Hause nehmen zu können.

Der  Schlitten vom Nikolaus landete mit etwas Verspätung  um 18 Uhr  vor dem Wiescheider Treff

Dass heute am Nikolausabend  im Wiescheider Treff etwas besonderes stattfinden würde, konnte man erahnen, denn: Der Tannenbaum leuchtete, überall standen Teelichter, Lichterketten illuminierten den Raum, Sitzkissen, Stuhlkreis und ein rot vorbereiteter Stuhl für den Nikolaus.Die Spannung stieg. Die Wiescheider Kinder vertrieben sich die Ankunft des Nikolauses mit Singen von  mehrstrophigen Advents-und Nikolausliedern. Dazu wurden sie am Keyboard begleitet. Aus der Küche kam der Duft von Kinderpunsch und Glühwein für die Eltern, Leberkäse, Hot Dogs, Brötchen - an alles hatten die Eltern gedacht und eine zauberhafte Atmosphäre geschaffen.   Mucksmäuschenstill wurde es, als der Nikolaus draußen ans Fenster klopfte und um Einlass bat. Endlich stapfte er hinein und erklärte seine Verspätung - er stand mit seinen Rentieren im Stau. Er wurde zu seinem Platz geleitet und las aus seinem Goldenen Buch vor, was über jedes Kind geschrieben stand. Das machte er sehr kenntnisreich, denn seine Engel hatten es ihm gut aufgeschrieben. Jedes Kind bekam  von ihm eine Tüte und einen netten Spruch für das neue Jahr mit auf den Weg. 

Die Kinder und ihre Eltern und z.T. Großeltern waren "nikolausselig" nach dieser schönen Veranstaltung, bei der gestaunt, gesungen und viel miteinander geredet wurde. 70 Quadratmeter Treffpunkt können so viel ermöglichen und ein bisschen glücklicher machen.

Die Biogasanlage auf dem Bauernhof Dickhoven - Landwirtschaft im Wandel

Am 3.12. konnten sich 14 Interessierte des Wiescheider Treffs vor Ort einen konkreten Einblick über die Veränderungen in der Landwirtschaft verschaffen. Karl-Otto Dickhoven führt den in 3. Generation betriebenen Familienbetrieb. Vor 100 Jahren hat es sicher noch kein Bauernhoferlebnisprogramm wie Kindergeburtstage, Junggesell*innenabschiede gegeben, vielleicht in Ansätzen eine Pensionspferdehaltung. Nun gehört zum Betriebsspektrum des eigenen Tierbestandes (200 Milchkühe und etwa genauso viele Jungtiere) die Futtermittelproduktion sowie die Energieversorgung in der eigenen Biogasanlage. Und letztere hatte es den Interessierten des Wiescheider Treffs besonders angetan. Karl-Otto Dickhoven informierte, dass sein Betrieb vor Jahren von einem Förderprogramm für 3 Biogasanlagen der früheren Umweltministerin Bärbel Höhn profitiert habe, so dass 50% der Investitionskosten das Land NRW übernommen habe.

Die Biogasanlage ist für 150 KW ausgelegt und bedient den eigenen Hof und speist Strom für ca. 400 Haushalte in das Stromnetz ein. Mit der anfallenden Abwärme wird die Reinoldi Kapelle sowie der angrenzende Gärtnereibetrieb beliefert. Die Anlage war ursprünglich für die Entsorgung von Lebensmittelabfällen konzipiert. Mit den zunehmenden gesetzlichen Auflagen für die Entsorgung von Lebensmittelabfällen haben Großunternehmen aus der Branche selbst entsprechende Anlagen gebaut, so dass der Bauernhof im späteren Verlauf auf die Entsorgung von Gülle – aus dem eigenen Betrieb und zugekaufte - setzte. Das dabei entstehende Biogas treibt einen Verbrennungsmotor an, der über einen Generator Strom mit 380 kV erzeugt. Bei Ausfall des öffentlichen Stromnetzes wie z.B. beim Hochwasser im Juli 2021, wird das entstehende Biogas über eine Notfackel entsorgt. Dann wird der Betrieb mit einem Notstromaggregat versorgt, damit Kühe gemolken, das Vieh versorgt und die Logistik des Betriebes erhalten bleibt. Eine Einspeisung des Biogases, wie es zur Zeit wegen des Gasmangels diskutiert wird, ist prinzipiell möglich. Dazu wäre eine Aufbereitung des Biogases erforderlich. Diese Investition rechnet sich für die Anlage dieser Größenordnung nicht.

Viele Fragen, die gestellt wurden und die Karl-Otto Dickhoven geduldig bei einem Rundgang erklärte.

Dass die Landwirtschaft unter einem enormen Druck steht, alle Krisen auf einmal mitbekommt (wie z.B. Klimawandel, Abhängigkeit von globalen Agrarmärkten, Biodiversität, Wasserknappheit) konnte man erahnen und auch, wie dieser Betrieb sich durch Reduktion des klimaschädlichen Gases Methan und durch Erweiterung des Betriebsspektrums den Herausforderungen stellt. Trotz aller Technisierung und Veränderung:

Dieser Betrieb verbreitet immer noch ein Stückchen dörflicher Idylle und die Gäste des heutigen Nachmittags brachten ihre Wertschätzung für diesen großen Aufwand, den ein Familienbetrieb investieren muss, um in der Landwirtschaft zu überleben, gerne zum Ausdruck.


2 Stunden volle Konzentration beim Thema Gastroenterologie am 24.11.2022


Den zweiten medizinischen Vortrag im Wiescheider Treff hielt  der Internist und Gastroenterologe Dr. Gerhard Steuer.. Er gab einen umfassenden Überblick über alle Themenbereiche ,angefangen vom Thema  Prävention von Magendarmerkrankungen, Vorsorgeuntersuchungen, hin zu Erkrankungen der Speiseröhre, des Magens, des Magendarmtraktes und des Dickdarms. Der Vortrag traf auf großes Interesse und erforderte volle Konzentration auf dieses  komplexe Feld. Dr. Steuer verstand es hervorragend ,seine Zuhörerinnen und Zuhörer mit aktuellen Studien und seiner langjährigen praktischen Erfahrung zu fesseln und Problembewusstein für Prävention zu wecken. Zeit für das angekündigte Thema "Impfungen" blieb nicht mehr, so dass die Anfrage kam, dieses Thema auf das neue Jahr zu verschieben- mit Dr. Steuer als Referenten, der mit großem Dank vom Publikum im Wiescheider Treff verabschiedet wurde. 

Ausstellungseröffnung im Wiescheider Treff am 13.11.22

Die magische Anziehungskraft der Engel Chagalls


„Wenn Marc Chagall malt, weiß man nicht, ob er dabei schläft oder wach ist. Irgendwo in seinem Kopf muss er einen Engel haben“. 

Kein Geringerer als Pablo Picasso hat dies über Marc Chagall gesagt und offenbar müssen ihn viele Engel inspiriert und ihm die Hand beim Malen gehalten haben; im Wiescheider Treff ist vom 13.-20.11.  nur ein Bruchteil seiner Schaffenskraft in einer   Kunstausstellung zu sehen, die Engel in den Lithographien und Bilder zur Bibel von Marc Chagall zeigt. Wie groß das Interesse nicht nur von der Wiescheider Bevölkerung war, beweist die große Anzahl von über 60 Personen, die zur Eröffnung der Ausstellung kamen und einen ersten Blick auf die Exponate mit den Motiven der Engel werfen konnten. 

Diese Ausstellung kam durch die Kooperation der KÖB Wiescheid mit dem Katholischen Bildungsforum Kreis Mettmann und dem Wiescheider Treff zustande, wie der Leiter der Bücherei Thomas Fournier in seiner Begrüßung mit Dank an Frau Bussmann unterstrich. Frau Dr. Hella Sabrina Lange, Leiterin des Stadtmuseums, freute sich, dass die magischen Bilder Chagalls so gelungen auf 70 Quadratmeter präsentiert werden konnten. Sie betonte die Anziehungskraft seiner Werke gerade in Kombination mit den Motiven der Engel. „Chagall hat mit seinen Bildern die Herzen unzähliger Menschen erobert, vor 11 Jahren hat dies auch eine Ausstellung im Stadtmuseum gezeigt, bei der es so viele Anfragen zu Führungen gab wie selten zuvor“, so Lange. Die Kunsthistorikern Frau Dr.  Hildegard Heitger-Benke bezeichnete Engel als Mittler zwischen der Gottheit und den Menschen und erläuterte Chagalls Herkunft, Werdegang und markante Stationen und wie Chagall Engel und biblische Figuren als Boten der Versöhnung, als Gäste beim Mittagsmahl, als Auftraggeber usw.  malt

Volker Schwebke, ehrenamtlicher Mitarbeiter im Wiescheider Treff, hat auf seiner Geige mit zwei selbst komponierten Stücken, angelehnt an die Buchstaben im Namen Chagalls und bezugnehmend auf die jüdische Religion Chagalls mit Klezmermusik improvisiert. Diese Klänge haben das Publikum verzaubert und viele empfanden diese als besondere Einstimmung zur Betrachtung der magischen Welten Chagalls, der über seine Bilder sagte,  „dass wir Engel brauchen, um dem Weltraum wieder irgendein Geheimnis zu geben“.

Es wird viele Führungen in dieser Woche für unterschiedliche Zielgruppen (Kindergarten, Grundschule, Vereine, Gruppen) geben, aber auf 2 öffentliche Führungen wird besonders hingewiesen:

Mittwoch 16.11.2022 16.00 - 17.00 Uhr und   
Sonntag 20.11.2022| 11.30 -12.30 Uhr 
durch Dr. Hildegard Heitger-Benke

Wiescheider Feuerwehr für Wiescheider Bürger

Die Wiescheider Feuerwehr, Löschgruppe 4 Langenfeld, präsentierte am Sonntag die Arbeitsschutzkleidung und Atemschutzgeräte der Feuerwehr.
In der Modenshow stellten Feuerwehrfrau Anja Steinbüchel und Feuerwehrmann David Leefers die Kleidung vor und Verbandsführer Holger Haritz stellten sich den Fragen der Wiescheider Bürgern und ließen auch gerne Interessierte die Kleidung anprobieren. 27 Besucher verfolgten aufmerksam den Ausführungen und so verging die Zeit wie im Flug. 
Die Veranstaltung war dann gegen 17:30 beendet. 
Die Feuerwehr bedankt sich sehr für das rege Interesse!

Mucksmäuschenstill bei Ratatouille


Der 2. KinderKinoNachmittag war wieder ein voller Erfolg.34 Kinder saßen gebannt und vollkommen konzentrriert auf  ihren Stühlen oder auf dem Fußboden und verfolgten den 15 Jahre alten Computeranimationsfilm "Ratatouille". Die Geschichte der kleinen Wanderratte Rémy mit ihrer Fähigkeit zum  Fabrizieren wunderbarer Menüs hatte es den  Kindern und 8 Eltern sehr angetan. Die Atmosphäre im Wiescheider Treff hat schnell bei allen ein Gemeinschaftsgefühl entfaltet und alle freuen sich schon sehr auf den 9. Dezember- da wird ein weihnachtlicher Film für Kinder gezeigt.


Akkordeonklänge am frühen Morgen im Wiescheider Treff

"La Paloma" und "Morning has broken" stand auch  auf den Liedblättern, die Alfons Gummersbach für die Gruppe 75+ fotokopiert hatte. Die Tischreihen waren gut gefüllt und mit guter Laune,aber noch nicht ganz gut genug geölten Stimmen ,sangen die Seniorinnen und Senioren mit Begeisterung die ausgewählten Lieder, die Alfons Gummersbach auf dem Akkordeon begleitete. Es gelang immer besser und das Repertoire erweiterte sich , Stimme und Stimmung wurden von Lied zu Lied besser und alle strahlten.

Die Gruppe 75+ tagt jeden Freitag und hat 2x im Monat Schwerpunkte: Termine ,die mit einem zusätzlichen S angekündigt werden, weisen auf das Singen mit Akkordeonbegeltung hin, die mit einem F auf das gemeinsame Frühstück. Die ohne eine zusätzlichen Buchstaben weisen auf eine Gesprächsrunde mit vorbereitetem Thema hin.

"Auf den  Freitagmorgen und die nette Gemeinschaft freue ich mich immer sehr. Das tut so gut,mit anderen zusammen zu sein und rauszukommen"-so eine typische Stimme einer Besucherin.

Der  goldene Meisterschuh zwischen Kaffeetassen

(am 23.Oktober im Wiescheider Treff)

Eingehüllt in Decken wurden alle gerahmtem Meisterbriefe (silber, gold und diamant) des Wiescheider Schuhmachermeisters Gerd Altendorf sowie seine  Werkzeuge und Musterschuhe von Familienmitgliedern  durch das Fenster gereicht. Es war ein besonderer Nachmittag mit einem besonderen Referenten  im Erzählcafé, denn der noch an 6 Wochentagen in 3. Generation  arbeitende 84jährige Schuhmachermeister war  zu Gast im mit 60 Gästen  besetzten Wiescheider Treff.Er gab tiefe Einblicke in sein Berufsleben, seine  persönliche Vita, die Geschichte des Schuhhandwerks und brachte zur großen Freude aller wunderschöne, handgefertigte  Damenschuhe der Haute Couture mit. "Gelernt habe ich zuletzt in einem Düsseldorf Fachbetrieb, dessen Inhaber Innungsmeister war. Dort habe ich mit 10 Gesellen gearbeitet und wir haben  einen Preis nach dem anderen eingeheimst, für Filmschauspieler/innen  und die "bessere" Gesellschaft gearbeitet, die sich die teuren Maßanfertiungen leisten konnten." Dass er mit seinem Betrieb auch  besondere Modelle wie 22 cm hohe Leder  Stilettos mit grünem Kleeblatt, Schuhe, die wie Autos aussahen und Beleuchtung hatten, angefertigt hatte, erstaunte sein Publikum. 

Später im eigenen Betrieb wurden die Kundenwünsche nach Maßanfertigung "normaler", auch vielfach orthopädisch notwendig individuell gearbeitet.  Dass von Hand gefertigte Schuhe  große Handwerkskunst sind, erläutert Gerd Altendorf anhand eines Modells des Schuhaufbaus. Der Schaft wird mit einer Schaftzange über den Leisten gespannt, geformt und mit der Brandsohle verbunden. Je nach Machart wird diese Verbindung genäht, durchgenäht oder rahmengenäht. Ein Modell eines schwarzen Damenpumps  lässt er durch die Reihen gehen und sogar seinen goldenen Meisterschuh. Alle nehmen fast ehrfürchtig das kostbare Stück in die Hand.1,5 Tage habe er dafür gebraucht, erläutert er auf Nachfrage. Bei der Perfektion der goldenen Schuhe hatten viele einen längeren Zeitraum geschätzt. Gerd Altendorf erläuterte die Wesensmerkmale guter Schuhe aus Leder, erklärte die Vorzüge und Langlebigkeit bei guter Pflege.Nach gut einer Stunde  schließt Gerd Altendorf seinen Vortrag   unter großem, lang anhaltenden Applaus. Die Wiescheider wissen, was sie an ihrem Schuhmachermeister haben, der nicht nur Schuhe, Rucksäcke, Gürtel,Taschen,Spielzeug - einfach alles reparieren und zu neuem Leben erwecken kann.  Das Team des Wiescheider Treffs dankt ihm sehr herzlich mit einem herbstlichen Blumengruß und freut sich auf ein Wiedersehen. 

Als im Nachgang alle mal an dem Modelltisch die Schuhe, Meisterbriefe und die Werkzeuge in Augenschein und  in die  Hand nehmen können, steht Gerd Altendorf für Rückfragen bereit und gibt noch hilfreiche  Tipps. 
Gerd Altendorf blickt zufrieden und stolz  auf sein langes Berufsleben zurück  und man merkt ihm an, dass das Schuhhandwerk für ihn nicht nur Beruf, sondern immer Berufung gewesen  ist, das ihn geistig und körperlich fit hält. Sein größter Wunsch ist, dass er noch das seltene  Eiserne Meisterjubliäum in 2 Jahren erleben kann. So wie es aussieht, wird ihm das gelingen.

Erfahrungswissen in Sachen Energieeinsparung   getauscht


Können Mini-Photovoltaik Anlagen einen sinnvollen Beitrag zur Energieeinsparung leisten? Dieses Thema im Rahmen der Fragen des Klimawandels wurde ins Programm des Wiescheider Treffs aufgenommen.  Jürgen Muth, ehemaliger Berufsfeuerwehrmann aus Solingen, berichtete  vor 18 Zuhörenden am 20.10. in einem informativen Vortrag über seine Erfahrungen mit der Installierung, der Bürokratie und  seine Erfolgserlebnisse bei der zusätzlichen Energiegewinnung durch das Sonnenlicht. Detailwissen auch von anderen, die schon längere Erfahrunsgwerte vorweisen konnten, rundeten den Vortrag ab. Zusammengefasst kann man jeden ermutigen, diesen Weg zu beschreiten, günstige Standorte  für die  Mini- Photovoltaikanlage zu erkunden und ggf. im Rahmen einer Sammelbestellung schneller und preiswerter  zu den Panels zu kommen.

Die dritte von links ist meine Mutter !

Die dritte von links ist meine Mutter!

Als die 96jährige Besucherin  am Sonntag, den  9.10. in dem Foto der Theaterverein Othello  von 1925 ihre Mutter entdeckt, geht ein ungläubiges Staunen durch die Reihen. Das Erzählcafé "Wiescheid wie es einmal war- dargestellt anhand von Fotografien und Postkarten von 1890-1960" lockte 42 Interessierte an, die dem Vortrag von Dr. Martin Bornemann  höchst interessiert und engagiert lauschten. Martin Bornemann, gebürtiger Bochumer und seit 1989 Wiescheider, hat die historische Entwicklung seines Stadtteils so gepackt, dass er alte Festschriften des Schützenvereins und Dokumente im Stadtarchiv aufgespürt hat und die prägnantesten Fotos im Wiescheider Treff vorstellte.

Die ländliche Struktur Wiescheid im alten Foto von 1934 musste den Zuhörenden mit seiner Hilfestellung und denen der Alteingesessenen erläutert werden; die markanten Gebäude wie die katholische Kirche, die  evangelische und katholische Schule, der Schützenhof, Lohmann,Wasserburg Haus Graven, Landwehr, Eisenbahnstation folgten. Wie Busverbindungen waren, wo die Elektrische verlief,  wie man per Postkarte um Zustellung von Eiern bat, wie vielfältig die Vereinslandschaft in Wiescheid/Landwehr war- einfach unglaublich: Nicht nur der Schützenverein und die Feuerwehr, Rotes Kreuz für Frauen,  Männersanitätsverein, Motorradverein Landwehr Höhscheid, Theaterverein,Junggesellenverein Landwehr,Gartenbauverein Wiescheid usw.

Es war ein äußerst kurzweiliger Nachmittag mit angeregtem Plaudern, manchmal  mit nostalgischen Rückblicken, aber in der Gewissheit, dass Leben immer Veränderung bedeutet und von daher ein Stadtteil sich immer wieder verändern muss.Das Alte bewahren und mit dem Neuen kombinieren, weiter mit  solchen historischen Rückblicken die Identifikation mit dem Ortsteil Wiescheid steigern- das war der Tenor der vielen Gäste. Und der jüngsten Besucherin mit 3 Jahren, ihren  Eltern  sowie einigen der Neuzugezogenen schien es auch sehr gut im Wiescheider Treff gefallen zu haben.

Als Martin Bornemann, der noch viele alte  Fotos und Dokumente  in petto hat,  einen weiteren Vortrag für das kommende Jahr versprach, wurde er mit  dankbarem Applaus verabschiedet.

Kreatives Gestalten im Wiescheider Treff am 23.9.2022 
mit Holz, Papier und Stoff

Die Ergebnisse des ersten Kreativ Angebots für Kinder ab 6 Jahren wurden erfolgreich beendet . Das Ergebnis: Ein toller Serviettenhalter aus Holz. Insgesamt 6 Kinder waren mit vollem Eifer dabei und freuen sich schon auf den nächsten Kreativmorgen am Samstag, 15.10. von 10:00 bis 11:30
Aber mal ehrlich, sieht das nicht toll aus?

Gut besucht

Reisen mit den Vögeln des Glücks

Die Reise der Kraniche von Schweden bis Spanien spannend und anschaulich erzählt von Wolfgang John. Den Besuchern wurde ein eindrucksvoller Vortrag von den Kranichen und den Beobachtungen und Registrierungen der Vögel veranschaulicht.
Mit 32 Besuchern gab es während und nach dem Vortrag viele Fragen, die alle ausführlich und kompetent beantwortet wurden.
Vielen Dank an Wolfgang John und seine Frau Marion

Was zeichnet uns aus?

Wir planen regelmäßige Angebote, Treffen und Veranstaltungen, die von uns ehrenamtlich gestaltet und für alle Nachbar*innen unabhängig des Alters offen und kostenlos sind. Neben den offenen Treffs bieten wir Bildungsangebote an, bei denen wir uns gegenseitig etwas beibringen oder Expert*innen zu verschiedenen Themen einladen. Zusätzlich möchten wir auch anderen Gruppen, Initiativen und Vereinen die Gelegenheit geben, den Raum für ihre Treffen zu nutzen, damit Wiescheid wieder eine Heimstätte für Vereine im Ortsteil sein kann. 

Wer wir sind


 

Nach der Errichtung der Bürgerwerkstatt im November 2019 hat sich in Wiescheid eine Projektgruppe gebildet, in der seit März 2020 Wiescheider Bürger*innen und die Stadt Langenfeld gemeinsam an der Einrichtung eines ehrenamtlich geführten Nachbarschaftstreffs im Stadtteil arbeiten. März 2020 - ein legendäres Datum, das wir alle mit Beginn des Lockdowns durch Coronaschutzmaßnahmen verbinden. Trotz dieser harten Zeit der Kontaktbeschränkung ist es uns gelungen, Engagierte, Wege und Unterstützer in Politik und Verwaltung für einen Nachbarschaftstreff zu finden, die uns beim Aufbau eine unschätzbare Hilfe waren.