Wiescheider Treff

Fasziniertes Zuhören und Spannung pur im Wiescheider Treff am 29.9.2022

Literaturempfehlungen für den Herbst- die KÖB hatte wieder einmal Frau Gabriele Friedel eingeladen, die vor interessiertem Publikum 6 lesenswerte Buchvorstellungen für die längeren Tage präsentierte.

Jedes Buch wurde in gut 15 Minuten vorgestellt,incl.  Vita und Foto der Autorinnen oder der Autoren. Frau Friedel verstand es, die Zuhörenden  von Anfang an anzustecken mit ihrer Freude am gedruckten Wort, an der Konstruktion der Handlungen, der  Charaktere der Figuren, der Schauplätze und  der jeweiligen Zeithorizonte. Nach einer Einführung flocht sie jedes Mal einige Seiten O-Töne aus den Büchern ein und stoppte, wenn sich etwas aufzulösen schien, so dass die Spannung wuchs.Fasziniert wie Kinder vor dem Kaminfeuer haben alle aufmerksam und mucksmäuschenstill zugehört und sind dem Lesestoff und der Präsentation durch Frau Friedel "verfallen".

Am Schluss wartete Thomas Fournier mit der Überraschung auf, dass die KÖB  jedes der vorgestellten Büchern angeschafft habe und zur Ausleihe zur Verfügung stelle. Die Karteikarten der Bücherei waren auch vor Ort, so dass alles sogar seinen geordneten Leih-Vorgang  hatte.Alle 6 Bücher wurden ausgeliehen.

Es war ein kurzweiliger, höchst interessanter Literaturabend, der alle begeisterte.Und das Publikum freute sich über die Ankündigung, dass Frau Friedel im nächsten Frühjahr wiederkommen wird.

Kreatives Gestalten im Wiescheider Treff am 23.9.2022 
mit Holz, Papier und Stoff

Die Ergebnisse des ersten Kreativ Angebots für Kinder ab 6 Jahren wurden erfolgreich beendet . Das Ergebnis: Ein toller Serviettenhalter aus Holz. Insgesamt 6 Kinder waren mit vollem Eifer dabei und freuen sich schon auf den nächsten Kreativmorgen am Samstag, 15.10. von 10:00 bis 11:30
Aber mal ehrlich, sieht das nicht toll aus?

Gut besucht

Reisen mit den Vögeln des Glücks

Die Reise der Kraniche von Schweden bis Spanien spannend und anschaulich erzählt von Wolfgang John. Den Besuchern wurde ein eindrucksvoller Vortrag von den Kranichen und den Beobachtungen und Registrierungen der Vögel veranschaulicht.
Mit 32 Besuchern gab es während und nach dem Vortrag viele Fragen, die alle ausführlich und kompetent beantwortet wurden.
Vielen Dank an Wolfgang John und seine Frau Marion

Konzentrierte und glückliche Gesichter bei

 "Stadt, Land, Spielt!"  

im Wiescheider Treff

2 Tage hintereinander spielen – jeweils 8 Stunden lang? Konnte das gutgehen? 
Ja, es ging hervorragend, auch am Samstag, als der Wiescheider Treff sich auf Dauerregen am Nachmittag einzustellen hatte. Den interessierten Besucherinnen und Besuchern, Jung und Alt, machte das nichts aus - es gab genügend Platz drinnen und draußen in Zelten zum stundenlangen Spielen, Musikhören, Musikmachen und Kaffeetrinken. 

Der Sonntag zeigte sich dann von der besten Seite und die Kinder konnten nach Herzenslust draußen Schach spielen mit der älteren Generation, 4 gewinnt und natürlich mit all den unzähligen Brettspielen. Der Mitinitiator des Brettspieletreffs „Gamechanger“ im Wiescheider Treff, Felix Freitag, zog eine positive Bilanz der Teilnahme an diesem bundesweiten Spieleevent: “ Ich finde, die Veranstaltung war ein voller Erfolg, es waren zahlreiche Familien und auch viele weitere Spieler und Spielerinnen vor Ort und haben sich neue und ältere Spiele angeschaut und gespielt. Bei der Rallye hatten wir auch einen regen Zulauf und zwei glückliche Gewinner konnten sich hinterher über neue Spiele freuen. Am besten ist aber sicherlich, dass ganz viele, die da waren, auch noch wiederkommen wollen. Also keine „Eintagsfliege“ an einem September Wochenende, sondern nachhaltiges Interesse. Sogar einige „Neue“ von Samstag waren auch am Sonntag direkt wieder da, weil es ihnen so gut gefallen hat.“

Auch das Organisationsteam des Wiescheider Treffs zeigte sich begeistert, dass ihr Konzept, den fast einjährigen Geburtstag des Stadtteiltreffs zusammenzulegen mit einem großen Spieleevent, voll aufgegangen ist. „Dass hier von 0-100 (tatsächlich 6 Monate bis 96 Jahre) wirklich alle willkommen und gekommen sind und so locker und verständnisvoll miteinander umgehen ist, ist einfach großartig. Ich freue mich über das neue „Wir-Gefühl“ der Wiescheider“ bekräftigte der Vorsitzende des Gartenbauvereins Kurt Uellendahl.

Der Wiescheider Treff präsentierte sich mit einer Ausstellung seiner Aquarellgruppe, die auf großes Interesse und Staunen stieß. “ Das ist kaum zu glauben, dass man in einem Jahr so gut Aquarellmalen in der Gruppe erlernen kann“ waren viel gehörte Sätze beim Betrachten der Bilder. 

Die 12 bunten Monatsprogramme zeigten die Arbeit eines Jahres, die Weiterentwicklung, die Flexibilität und die stete Erweiterung der Zielgruppen, die vielen bewährten und neuen Angebote, gerade für Kinder und Familien wie Drachenbauaktion, Kreatives Gestalten für Menschen ab 6 Jahren und Familienkinoveranstaltungen. 

Die musikalische Umrahmung durch Lena Steinbüchel am Klavier, die auswendig spielte, belohnten die Zuhörerinnen und Zuhörer mit großem Applaus. Um 16 Uhr luden Volker Schwebke mit Gitarre  und der Singing Club des Wiescheider Treffs zum Singen von bekannten  Songs ein und ein Dreiviertelstunde lang  begeisterte Johannes Besgen sein Publikum draußen mit neuen und alten  Schlagermelodien , die zum lauten Mitsingen einluden. Aber auch die ruhigeren, nachdenklichen Lieder kamen sehr gut an. 

“ Mein Herz macht Freudensprünge, wenn ich sehe, was ein ehrenamtlich geführter Stadtteiltreff in 12 Monaten auf die Beine gestellt hat, wie wir vernetzt sind und wie gut wir menschlich zusammenarbeiten und was wir an Begegnung für die Menschen im Stadtteil möglich gemacht haben “ unterstreicht Doris Sandbrink vom Organisationsteam des Wiescheider Treffs. Diese Begeisterung und Stolz auf das Erreichte sind allen Ehrenamtlichen anzumerken. 

Am Sonntag von 14:00 bis 22:00 Uhr ging es weiter bei schönem Wetter und sehr guten Besuch! 
Wieder wurde ein buntes Programm präsentiert  bei einer sehr schönen Stimmung bei jung alt.

Trotz schlechtem Wetter, gut besuchter Brettspielertreff am Samstag mit musikalischem Rahmenprogramm und leckeren Würstchen.
Auch die Aquarellmalerei an den Wänden waren ein Blickfang.
Heute am Sonntag von 14:00 bis 22:00 Uhr geht es weiter. Es soll trocken bleiben!

Pressebericht in der RP

Diese neuen Spiele werden u. a. vorgestellt und dürfen bespielt werden!

"Wie ich nach Wiescheid kam"

Der Titel des Vortrags von Elfie Steckel, einer Journalistin aus Leidenschaft, die vielen Langenfeldern bekannt ist, machte 36 Gäste am 4.9.22  neugierig. Dass sie nicht in Wiescheid wohnt, wussten ja alle, aber dass sie einen Redakteurinnenposten in Solingen bekam und vom Taunus über Geldern schließlich nach Solingen  über die Autobahnabfahrt Langenfeld Wiescheid kam, wussten wir nicht. Interessantes aus der Welt des Journalismus, Bedeutung des guten Lokaljournalismus, Veränderung der Medienlandschaft, Stellenwechsel, Verankerung in Langenfeld, Beziehung zu Vereinen unserer Stadt- das Spektrum konnte nicht größer sein, das uns Elfie Steckel präsentierte. Fotos über Interviews mit ganz "Großen" (Helmut Schmidt), Peer Steinbrück (Ministerpräsident NRW und Kanzlerkandidat) oder  Hans Rosendahl ( Dalli Dalli) oder über Karneval etc. und Anekdoten rundeten den höchst interessanten Vortrag ab.

Die anschließende Diskussion kreiste um die Themen Bedeutung der Printmedien, Digitalisierung als Chance , Bürgerbeteiligung, LokalTV -  das waren die Fragen der Demokratie pur. Wie können Menschen aller Altersgruppen an dem beteiligt werden, was sie lokal und global angeht.

Elfie Steckel kommt wieder- wir freuen uns darüber!


Heimat alt, Heimat neu denken

von Elke Nussbaum

Heimat alt, Heimat neu denken


"Ich hätte nie gedacht, dass man Heimat unter so vielen Aspekten betrachten kann". "Heimat erinnert mich an Kindheit und an mir nahestehende Menschen, einfach an Vertrautes". "Der Bogen, der in diesem Vortrag gespannt wurde, konnte größter nicht sein. Danke für diesen großartigen Vortrag, der so viel Gefühle und Kluges, Warnendes, Mahnendes und Ermutigendes beinhaltete".

Diese Stimmen im Anschluss an den Vortrag von der Literaturwissenschaftlerin Elke Nussbaum, waren repräsentativ für das, was viele dachten und empfanden.Trotz drückender Temperaturen waren 23 Zuhörer*innen im Wiescheider Treff erschienen, um den Vortrag von Elke Nußbaum über Heimat zu hören. Frau Nußbaum beschrieb Heimat von der Romantik bis hin zur Gegenwart, schloß die unsäglichen Verbindungen im Nationalsozialismus, Heimat und Heimatlosigkeit in der Exilliteratur, Nachkriegszeit bis heute mit  ein. Fotos, ungewöhnliche Motive,Dokumente rundeten den Vortrag gelungen ab. Wir erfuhren, dass Heimat  tiefe Verbindungen ,auch in seinen vielfältigen Anleihen umschließt-   nicht nur in der Literatur, in der Bibel, Politik,  im Film, Musik, Heimat-Groschenromanen und so viel mehr.

Frau Nußbaum warb am Ende ihres Vortrags dafür, den Begriff Heimat positiv zu besetzen, ihn nicht zu romantisieren oder gar den Rechten zu überlassen, die wieder versuchen, den Begriff "Heimat" für sich zu reklamieren, ihn gegen alles Neue, gegen "Fremde" ins Feld führen. Sie verbindet Heimat auch mit praktischer Lebenswirklichkeit der Menschen, mit ihrem Traum von einem guten Leben, mit Vertrautsein, funktionierenden  sozialen Einrichtungen, ausgebauten  Straßen und Radwegen, guter Verkehrsanbindung, tollen Schulen, Kindergärten usw. Den Wiescheider Treff bezeichnete sie als gelungenes Beispiel von Wiederherstellung von Heimat. Ohne das Ermöglichen menschlicher Beziehung und Begegnung gibt es keine Heimat.

Danke für diesen inspirierenden Abend .


Erzählcafé Horst Franz

"Die Chance ihres Lebens" - sie begann in Wiescheid

"Die Chance ihres Lebens" - sie begann in Wiescheid

Der Wiescheider Treff sah aus wie das "Aktuelle Sportstudio" und war rund um das Thema Fußball dekoriert:  mit einer Vielzahl von wertvollen Trikots an der Wand, zu denen Horst Franz jeweils eine kleine Geschichte erzählen konnte und auf den Tischen lagen Autogrammkarten und allerlei Fußballdekorationen. Vor 36 Teilnehmenden (trotz der großen Hitze) referierte  der ehemalige Bundesligatrainer Horst Franz mit vielen illustren Fotos von seinen Anfängen der Trainerlaufbahn, die mit einem Trainervertrag mit dem BV 06 Landwehr begann. Umziehen im Schweinestall bei Lohmann, zum  Waschen einige Eimer kaltes Wasser und etwas Warmes dazu , Suchen nach Trainingsmöglichkeiten bei Dunkelheit (es gab kein Flutlicht), Trainingszeiten an Schichtzeiten anpassen - das waren  einige der Trainingsbedingungen der Spieler zu Beginn der 60er Jahre. Horst Franz  wurde damals, als er die B-Trainerlizenz erworben hatte, nach Wiescheid  mit den Worten gelockt: "Das ist die Chance ihres Lebens".

Dass aus diesem Engagement im Laufe der Jahrzehnte viele Profitrainerverträge hinzukommen würden und ihn über Gütersloh, Österreich, Union Solingen, Arminia Bielefeld 1981 zum Trainer des Jahres führen würden, konnte der junge Trainer Franz, der das neben seinem Studium betrieb, noch nicht ahnen. Auch nicht, dass er so Traditionsvereine wie Borussia Dortmund, FC Schalke einmal  trainieren würde -Karlsruhe,  Bielefeld, Mainz, Babelsberg und Kirgisistan rundeten seine sportlichen Stationen ab.

Es war herrlich zu erleben, wie Anekdoten und Persönliches eine erfolgreiche Trainerlaufbahn lebendig machten und alle konnte erahnen, dass neben profunden fachlichen Kenntnissen die menschlichen Eigenschaften im Umgang mit den Spielern für Horst Franz die entscheidenen Größen waren. Die anschließende Diskussion war rege und die Autogrammstunde am Schluss nutzen viele, es wurde gelacht und geschäkert und für Horst Franz  war es auch wieder ein bisschen wie Eintauchen in "alte Zeiten".


-Kegeln aber Wii- Viel Spaß beim Bowling ohne Bowlingbahn im Wiescheider Treff

oder mit Wii Party

Gerüchteweise wollen sich alte Kegelclubs wieder zum Kegeln verabreden, ihr seid herzlich willkommen. Termin kann abgestimmt werden.

Was zeichnet uns aus?

Wir planen regelmäßige Angebote, Treffen und Veranstaltungen, die von uns ehrenamtlich gestaltet und für alle Nachbar*innen unabhängig des Alters offen und kostenlos sind. Neben den offenen Treffs bieten wir Bildungsangebote an, bei denen wir uns gegenseitig etwas beibringen oder Expert*innen zu verschiedenen Themen einladen. Zusätzlich möchten wir auch anderen Gruppen, Initiativen und Vereinen die Gelegenheit geben, den Raum für ihre Treffen zu nutzen, damit Wiescheid wieder eine Heimstätte für Vereine im Ortsteil sein kann. 

Wer wir sind


 

Nach der Errichtung der Bürgerwerkstatt im November 2019 hat sich in Wiescheid eine Projektgruppe gebildet, in der seit März 2020 Wiescheider Bürger*innen und die Stadt Langenfeld gemeinsam an der Einrichtung eines ehrenamtlich geführten Nachbarschaftstreffs im Stadtteil arbeiten. März 2020 - ein legendäres Datum, das wir alle mit Beginn des Lockdowns durch Coronaschutzmaßnahmen verbinden. Trotz dieser harten Zeit der Kontaktbeschränkung ist es uns gelungen, Engagierte, Wege und Unterstützer in Politik und Verwaltung für einen Nachbarschaftstreff zu finden, die uns beim Aufbau eine unschätzbare Hilfe waren.